Masterarbeit zum Großen Graben
Bereits Anfang Juni richtete sich eine junge Studentin der Hochschule Magdeburg/ Stendal mit der Anfrage zur Unterstützung bei der Erarbeitung ihrer Masterarbeit an uns. Das Thema der Masterarbeit, die ,,Revitalisierung des Großen Bruches,, war für uns sowohl als Anglerverein, als auch als staatlich anerkannte Naturschutzvereinigung in jeder Hinsicht von großem Interesse, so dass wir der Bitte um Unterstützung sehr gerne nachkamen. Bereits im Vorfeld übersandten wir zunächst eigene Daten, die unter anderem aus der von uns 2015 beauftragten Bonitierung des Großen Graben stammten, um die Entwicklung der Fischbestände und des Makrozoobenthos darstellen zu können. Parallel hierzu erhoffen wir uns auch Klärung über die Gründe der seit Jahren von uns beobachteten, rückläufigen Entwicklung bei den Fischen, um sodann entsprechende Maßnahmen zur weiteren Bewirtschaftung ableiten zu können.
Für die nötigen Elektrobefischungen stellten wir unser eigenes Equipment wie Arbeitsboot, lange Anodenstange u.a. ,sowie Arbeitskraft sehr gerne und kostenlos zur Verfügung, um aktuelle und valide Fischbestandsdaten zu erheben.
Trotz des leistungsstarken Elektrofischereigerätes konnten unter Federführung von Prof. Lüderitz im Rahmen der Befischungen am ersten Tag, im nun wieder eingestauten Oberwasser der Wehre ,nur äußerst wenige Individuen aus sehr wenigen Arten gefangen werden. Der zweite Tag im Unterwasser brachte ebenfalls ein katastrophales Ergebnis, auch hier konnten keine nennenswerten Fischbestände mehr nachgewiesen werden.
Über die Gründe erhoffen wir uns im Rahmen der Masterarbeit Klärung, vermuten zunächst jedoch Probleme bei der Wasserqualität, Sauerstoffproblemen durch Eutrophierung , dem verheerenden Kormoranbeflug im letzten Winter und dem Fischsterben in 2025 ab Mündung der Schöninger Aue bis Oschersleben.
In jedem Fall sind wir auf die Masterarbeit gespannt und stehen auch für zukünftige Unterstützung anderer Studenten im Sinne unserer Gewässer und deren Bewohner gerne zur Verfügung.
Bild zur Meldung: Prof. Lüderitz samt Studentin beim Aufbau des Elektrofischereigerätes Fotos: AVO


